Аукцион Bidspirit | Pariser Osmond-Kaminuhr


Pariser Osmond-Kaminuhr - Höhe: 42 cm. Breite: 33 cm. Tiefe: 13 cm. Paris, 18. Jahrhundert. Das Gehäuse in Bronze und Feuervergoldung mit vollplastisch-figürlicher Dekoration. Das Gehäuse entspricht im Aufbau den bekannten Schöpfungen der Uhrenkünstler Ferdinand Berthoud (1727-1807) sowie Robert (1711-1789) und Jean-Baptist Osmond (1742-um 1790), Paris. Robert und sein Neffe Jean Baptist Osmond schufen im „Goût Grec“ Pendulen in vergoldeter Bronze, die ab den 1760er- und 70er-Jahren in Frankreich gefragt waren. Die „Säulenuhren“, wie wir auch hier einen Säulenstumpf sehen, gehörten zu den beliebtesten Motiven der Osmonder Werkstatt, jeweils unterschiedlich weiter dekoriert. Robert Osmond kam 1735 in die Werkstatt des Bronzebildners und Gießers Louis Regnard (Meister 1733, gest. 1779), wurde 1746 Meister und holte 1753 seinen Neffen Jean-Baptist in die Werkstatt, die mit den verschiedenen Uhrmachern zusammenwirkte. Der Aufbau zeigt mittig über einem zweistufigen Sockel einen aufgestellten kannelierten Säulenstumpf, bekrönt durch eine antikische Deckelvase mit seitlichen Widderköpfen und Festons. Seitlich der Säule je ein geflügelter Putto, einer mit einem geöffneten Buch als Attribut der Gelehrsamkeit. Sockelbasis auf Spindelfüßen. Eingebaut ein Uhrwerk von Antoine Cronier (geb. 1732-nach 1806, ab 1763 Uhrmachermeister) er arbeitete als Zulieferer für die Gehäusehersteller Osmond. Weißes Emailzifferblatt mit römischen Stunden und arabischen Minuten sowie Signatur „Cronier à Paris“. Fein durchbrochen geschnittene, vergoldete Zeiger. Pendel mit Fadenaufhängung, Schlossscheibenschlagwerk mit Halbstunden- und Stundenschlag auf Messingglocke. Das Uhrwerk rückseitig durch Messingtüre geschlossen. (1200642) (11)